Ben WillikensIn Ben Willikens' Gegenrumen ffnet sich die depressive Enge seiner Krankenzimmer, Sanitrrume und Zellen der siebziger Jahre, Statik und Stabilitt, wichtige Aspekte seiner Renaissance sthetik, verlieren sich. Grozgige, hohe Raumfolgen, die von durchbrochenen Wnden getrennt werden, fhren nun tief in das Bild hinein. Wie gehen wir auf die >Gegenrume< von Ben Willikens zu? Folgen wir dem weiten Hall der Wlbungen, dem freien Rhythmus der Pfeiler und lassen
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In Ben Willikens' »Gegenräumen« öffnet sich die depressive Enge seiner Krankenzimmer, Sanitärräume und Zellen der siebziger Jahre, Statik und Stabilität, wichtige Aspekte seiner Renaissance- Ästhetik, verlieren sich. Großzügige, hohe Raumfolgen, die von durchbrochenen Wänden getrennt werden, führen nun tief in das Bild hinein. »Wie gehen wir auf die >Gegenräume< von Ben Willikens zu? Folgen wir dem weiten Hall der Wölbungen, dem freien Rhythmus der Pfeiler und lassen uns von der Erhabenheit hoher Räume und tiefgestaffelter Fluchten tragen? ... Oder lösen wir diese Bilder aus ihrer scheinbaren Isolation und fragen nach ihren Voraussetzungen und historischen Bezügen. Das mag die spontane Impression versäumen - wir gewinnen indes eine Dimension, die Willikens nicht zum ewigen Szenografen der Leere und Metaphysik des Raumes reduziert, sondern seine Bilder in den Schnittpunkt wesentlicher Stränge der Moderne verlegt.« (Manfred Schneckenburger) Die Spannungsfelder dieser beiden Pole werden im vorliegenden Buch zu Ben Willikens' Leinwänden der letzten zehn Jahre in instruktiven Essays ausgelotet. (Englische Ausgabe erhältlich ISBN 3-89322-954-X) Zum Künstler: Ben Willikens *1939 in Leipzig. 1962-1967 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Heinz Trökes. 1970 Villa-Romana-Preis, Florenz. 1972 Villa-Massimo- Preis, Rom. 1991 Lehrstuhl für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Lebt in Stuttgart und München.