Bruce NaumanIch denke, man mu sich zeigen. Durch die eigene Arbeit in Erscheinung zu treten, ist zweifellos Teil des Knstler Seins. Wenn man nicht will, dass die Leute dieses Selbst sehen, legt man ein Make up auf, so beschrieb Bruce Nauman 1996 die Motivation, den eigenen Krper als knstlerisches Darstellungsmittel einzusetzen und ihn zugleich mittels Maskerade zu verbergen. In der Figur des Clowns, die eine der am hufigsten verkrperten Figuren in Naumans
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»Ich denke, man muß sich zeigen. Durch die eigene Arbeit in Erscheinung zu treten, ist zweifellos Teil des Künstler-Seins. Wenn man nicht will, dass die Leute dieses Selbst sehen, legt man ein Make-up auf«, so beschrieb Bruce Nauman 1996 die Motivation, den eigenen Körper als künstlerisches Darstellungsmittel einzusetzen und ihn zugleich mittels Maskerade zu verbergen. In der Figur des Clowns, die eine der am häufigsten verkörperten Figuren in Naumans Videoarbeiten der späten achtziger Jahre darstellt, kulminiert das Verschwinden des Künstlers im Werk. Diesem zentralen Thema »Clown und Maskerade« im Schaffen von Bruce Nauman widmet sich ein Beitrag der vorliegenden Publikation. Weitere Texte fragen nach dem Verhältnis von Werk und Rezipient, beleuchten seine Spracharbeiten und setzen sich mit einer noch erklärungsbedürftigen Werkgruppe, den Abgussarbeiten des Künstlers, auseinander. In einem zweiten Teil werden Arbeiten aus den Sammlungen Froehlich und FER von den Anfängen in der Mitte der sechziger Jahre bis in die neunziger Jahre in fundierten Werkbetrachtungen erschlossen.