Fred SandbackDie hufig augenblickshaften, flchtigen, aber stets ganz realen minimalistischen Skulpturen des amerikanischen Knstlers Fred Sandback (1943 2003) bilden eine komplexe Mischung aus Linien, Flchen und Volumen, die erstaunlich gegenwrtig und zugleich vllig illusorisch erscheinen. Farbenprchtige Acrylgarne werden zwischen der Decke, dem Boden, den Wnden und Ecken eines Ausstellungsraumes aufgespannt und geben dem Betrachter Gelegenheit, einen Moment
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Die häufig augenblickshaften, flüchtigen, aber stets ganz realen minimalistischen Skulpturen des amerikanischen Künstlers Fred Sandback (1943-2003) bilden eine komplexe Mischung aus Linien, Flächen und Volumen, die erstaunlich gegenwärtig und zugleich völlig illusorisch erscheinen. Farbenprächtige Acrylgarne werden zwischen der Decke, dem Boden, den Wänden und Ecken eines Ausstellungsraumes aufgespannt und geben dem Betrachter Gelegenheit, einen Moment innezuhalten, indem sie magische Grenzen und Volumen erzeugen, die man durchqueren kann. Scharf gezeichnete Linien wirken wie Kanten von Glasscheiben oder versetzen den Raum in Schwingung wie die Saiten eines Instruments. Sandback selbst sprach davon, seine Skulpturen würden in einem »fußgängerischen« Raum in Erscheinung treten, womit sowohl die Bewegung des Betrachters im Raum berücksichtigt wird als auch die Tatsache, dass man mit diesen Skulpturen aktiv umgehen muss. Sandbacks Kunstwerke wurden zu Recht als "nomadische« beschrieben, seine Installationen ereignen sich im Hier und Jetzt und zwingen den Betrachter, einen körperlichen und geistigen Standpunkt zu beziehen. Ausstellungen: Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz 18.11.2005-19.2.2006 · The Fruitmarket Gallery, Edinburgh 18.3.-14.5.2006 · Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz 23.6.-3.9.2006 · capcMusée d'art contemporain, Bordeaux Februar - Mai 2007